Das BlackBerry Innovation Forum 2011 fand dieses Jahr in der europäischen Metropole Frankfurt statt. Der kanadische BlackBerry Hersteller Research In Motion hatte geladen und Firmenkunden, Manager, Alliance Partner, Sponsoren und Lösungspartner waren dieser gefolgt. Die eintägige Veranstaltung war sehr gut besucht, es dürften meiner groben Schätzung nach etwa 500 Teilnehmer gewesen sein, denen eine einzigartige Informationsvielfalt geboten wurden.
Auszeichnend für die jährlich stattfindende Veranstaltung ist die lockere Art und Weise, wie die teilnehmenden Menschen aufeinander zugehen. Da kann man auch mal bei einer Zigarette ein nettes Schwätzchen mit dem Moderator Werner Sejka, der für die ProSiebenSat.1 AG Unterföhring, beim Deutschen Wetterfernsehen und bei SAT.1 tätig ist, halten.
Die Keynote – Enterprising Minds
Werner Sejka war auch derjenige, der die Anwesenden auf der Keynote begrüßte und professionell durch das Programm führte. Als ersten Redner begrüßte der Moderator den Vertriebsexperten Sascha Lekic, der als Director Enterprise Sales, Research In Motion, die Geschäftskunden und den IT-Channel Bereich von RIM Deutschland betreut. In seiner Eröffnungsansprache stellte dieser das Motto der Veranstaltung vor und verdeutlichte wie wichtig einfallsreiche Menschen für ein Unternehmen sind. In jedem Unternehmen gibt es Mitarbeiter, die unaufgefordert ihre Aufgaben bewältigen, die keine Anweisungen benötigen um anfallenden Tätigkeiten zu bewältigen, die selber Problemsituationen erkennen und eine schnell umsetzbare Lösung parat haben. Sie folgen ihrem eigenen Antrieb und schaffen dabei immer wieder Neues, was sie selbst und das Unternehmen immer weiter nach vorne bringt. Sie sind die Enterprising Minds.
Als weiteren Referenten stellte Werner Sejka den Designer Roland Heiler vor. Dieser ist seit 2004 Geschäftsführer des Porsche Design-Studios in Zell am See/ Österreich und seit 2007 zusätzlich Mitglied der Geschäftsführung der Porsche Lizenz- und Handelsgesellschaft mbH & Co. KG. Maßgebend beteiligt am neuen Porsche Design Smartphone P’9981 war meine Erwartungshaltung an diesen Herren besonders hoch. Er führte die Anwesenden durch die verschiedenen Design Epochen und stellte Produkte aus dem eigenen Hause vor, die durch ihr einzigartige Optik und Funktionalität Geschichte geschrieben haben. Natürlich war dieser Vortrag interessant und auch wenn ich mich berufsbedingt vor Jahren mit dem Bauhaus und der Farbtheorie von Joahnnes Itten auseinandergesetzt habe, hier fehlte mir dann doch ein wenig der direkte Bezug. Ich habe einfach mehr an spezifischen Informationen zur Entwicklung des Smartphones erwartet. Für einen angehenden Designstudenten hätte dieser Vortrag sicherlich einen höheren Mehrwert geboten. Die Vorstellung im folgenden Video zeigt das auf, was ich mir auf der Showbühne gewünscht hätte.
Abschließend betrat Zukunftsforscher Matthias Horx das Podium und begeisterte das Publikum mit ungeheurem Sprachwitz. Er referierte über garantierte Trends aus der Vergangenheit, die letztendlich doch völlig versagten und zeigte auf, dass es einfach unmöglich ist gewisse Ideen erfolgreich umzusetzen, da wir Verbraucher diejenigen sind, die entscheiden was sie wollen und was sich langfristig auf dem Markt durchsetzen wird. Dieser Vortrag hat mir persönlich besonders gut gefallen, da ich es bewundernswert finde, wenn Intelligenz, geschickte Wortwahl gepaart mit einer ordentlichen Portion Humor, einen ganzen Saal in Gelächter ausbrechen lässt.
Abschließend sei gesagt, dass alle Vorträge dazu beigetragen haben das hohe Niveau einer jeden BlackBerry Veranstaltung zu untermauern. Immer wieder schafft es RIM Koryphäen zu gewinnen, die unglaubliches Wissen und Informationen transportieren können und somit einen grandiosen Start für ein Event bieten. Das verschafft Lust auf mehr und motiviert die Anwesenden immer wieder, die nachfolgenden Informationen aufzusaugen.
Mobile Fusion
Am frühen Morgen der Veranstaltung stellte das kanadische Unternehmen in einer offiziellen Pressemeldung seinen neuen Mobile Fusion Dienst vor. Mit diesem neuen Mobile Device Management System, welches die BlackBerry Enterprise Lösung voraussetzt, öffnet man sich gegenüber den Mitbewerbern. Ein notwendiger und geschickter Schachzug zum richtigen Zeitpunkt, denn immer mehr Unternehmen gehen dazu über, dass die Mitarbeiter ihr eigenen mobilen Devices einsetzen. Für die Unternehmen ein großer Faktor um Kosten zu senken, für die Administratoren ein Gräul.
“Wir freuen uns, BlackBerry Mobile Fusion vorzustellen – RIMs Enterprise Mobility Solution der nächsten Generation. Damit werden wir unseren Kunden in Unternehmen und Behörden die Verwaltung der Vielzahl verschiedener Geräte in ihren Betrieben zu erleichtern“, so Alain Panezic, Vizepräsident, Enterprise Product Management und Marketing bei Research In Motion. “BlackBerry Mobile Fusion vereint unsere führende BlackBerry Enterprise Server-Technologie für BlackBerry-Geräte mit der Möglichkeit, mobile iOS- und Android-Geräte zu verwalten – all dies über eine einzige Web-basierte Konsole. Diese stellt die notwendigen Management- Fähigkeiten bereit, die IT-Abteilungen den Gebrauch von sowohl im Besitz von Unternehmen und Angestellten ermöglichen, mobile Privat- oder Firmengeräten, innerhalb des Unternehmens, zuverlässig beaufsichtigen zu können.“
Mit Mobile Fusion lassen sich zukünftig verschiedenste mobile Geräte über ein Webinterface zentral verwalten. Der Dienst bietet dem Administrator völlig neue Möglichkeiten wie die Erstellung von Regeln und Einstellungen zur mobilen Verbindung. Die Installation und Verwaltung von Applikationen, die Ortung eines Smartphone oder Tablet bei Verlust, Erstellung expliziter Benutzerprofile sowie die Anzeige der Daten eines Benutzer und/oder des Devices, werden möglich sein.
Zum jetzigen Zeitpunkt befindet sich Mobile Fusion noch in der frühen Beta Phase die mit ausgewählten Enterprise Kunden geführt wird. Im Januar 2012 möchte RIM diese erweitern und bietet Kunden die Möglichkeit, sich für ein geschlossenes Beta Programm anzumelden. Der voraussichtliche Launch Termin wurde mit März 2012 angegeben.
Das Thema Mobile Fusion zog sich letztendlich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung und unterstrich abermals, dass RIM mit seiner Enterprise Sparte nach wie vor ein einzigartiges Gesamtpaket am Start hat, welches für die finanzielle Basis unabkömmlich ist. Das RIM dabei auf das richtige Pferd gesetzt hat, spiegelte sich sofort auf dem Aktienmarkt wieder. Nachdem die Aktie auf ein Rekordtief von $16.00 gefallen war, scheint das Vertrauen der Anleger wieder zu wachsen. Diese deutliche Signal, welches RIM mit der Ankündigung von Mobile Fusion gesetzt hat, darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass RIM wieder mehr BlackBerry Devices an den Mann bringen muss.
Entscheidend für den zukünftigen Weg ist jedoch einen Aussage von Ulrich Bruenger, Produktmanager RIM Deutschland, “Wir wollen unseren Kunden nicht mehr vorgeben welche Devices sie im Unternehmen einsetzten, sondern bieten mit unseren zukunftsweisenden Lösungen völlig neue Möglichkeiten, um dem Kunden den Einsatz von verschiedensten mobilen Geräten, so komfortabel wie möglich zu gestalten.”
Es ist wichtig festzuhalten, das RIM mit seinen BlackBerry Produkten wie Hardware, Software, Applikationen und Service alles bietet, um eine optimale und sichere Lösung im Unternehmen zu verwirklichen.
Bild Impressionen
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Fazit und Kritik
Die Location war, trotz anfänglicher Orientierungsschwierigkeiten sehr gut gewählt. Der Gesamtauftritt war farblich aufeinander abgestimmt, was für manche nicht wichtig erscheinen mag, aber in meinen Augen ein angenehmes visuelles Bild hinterlassen hat. Die Pressetruppe wurde sehr gut betreut. Zu jeder Zeit gab es einen direkten Ansprechpartner, der Frage und Antwort stand, ohne dabei auf die Uhr zu schauen. An dieser Stelle auch ein großes Lob an das Hotwire Team, die im Vorfeld die Organisation des Besuchs abgewickelt haben.
Was mir jedoch immer wieder ein wenig aufstößt ist folgendes: Zu jeder Pressekonferenz trifft man immer wieder neue Gesichter, für die das Thema BlackBerry teilweise Neuland ist. Wenn man schon das Thema Design mit in den Vordergrund stellt und in diesem Falle das Porsche Design Smartphone P’9981 vor Ort präsentiert, warum dann nicht in der Pressekonferenz? Das Device wurde auf dem Showroom wie der heilige Gral bewacht und ging nahezu zwischen den einzelnen Ständen unter. Dies wäre doch der optimale Zeitpunkt gewesen, um diesem edlen Boliden zur Reputation zu verhelfen.
Wie sagte Dr. Hasso Kaempfe auf der letztjährigen Veranstaltung doch so schön? “Man muss den Leuten den Schnaps ins Gesicht schütten, damit sie ihn trinken.”
Mein Dank geht an Research In Motion, Hotwire PR und die gesamte Orga, die für dieses Event geschuftet hat. Von hier aus noch einen netten Gruß an alle Kollegen der schreibenden Zunft, die ich persönlich kennenlernen durfte und auch die, wo es aus Zeitmangel zu keinem direkten Gespräch kam. Hoffentlich beim nächsten Mal.
p.s. Das ein oder andere Thema werde ich noch in gesonderten Artikeln aufgreifen.





























